Band 
Zweyter Band.
Seite
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behaltung des römisch-katholischen Glaubens verpflichte-te. Unser Niclaus Manuel aber kam nunmehr von seinerVogtey nach Bern zurück und mit ihm auch das Lichtwieder, welches die Finsterniß von neuen besiegte. Den2;. Aprill i;27- wurde das Mandat vom I. 152z. her-vorgezogen und bestätigt. Bey dem Religionsqespräch imI. 1^27. hatte Mnnuel keine geringe Rolle zu spielen. Erwar bey der Disputation obrigkeitlicher Rüser, d. i. derje-nige, der im Namen des Bernerschen Magistrats die an-wesenden Gelehrten einlud und aufforderte. Als Beweisseiner Mäßigung und Unparteylichkeit mag folgende Anre-de dienen, die, wie er sie gehalten hatte, den gedrucktenAkten einverleibt worden; *)

„ Ehrwürdige Gelehrte, es soll niemand erachte»/„daß Uns. Gn. H Herren allein begirrig seyn, daß die„vorgetragenen Artickel durch ihre Predicanten sammt„der Lehre, die daraus fleußt, erhalten werden: sondern„ allein ist ihr Fürnehmen, die Wahrheit von göttlichem„Worte zu erforschen, ob die Artickel in göttlicher Schrift„bestanden oder ihr widersprechen? Ihr seht auch, wie„ sich die, so die Artickel für gut bekennen, so treulich zu-„ samenhalten; darum bitt und ermähn ich Euch abcrmal„um Gottes willen, Ihr, die Piedersprecher, wolet Euch„auch zusamen thun, einander tröstlich seyn mit Hilfe,„ Rath, Schreiben und Reden. Dieß werden Uns. Gn.„ H Herren zum höchsten wol für gut und als ein gnädig„Wolgefallcn mit grosser Dankbarkeit annemmen; doch„ daß dieses allweg geschehe nach Ordnung, Innhalt und„ Anweisen des christlichen, darum angesehenen Mandates.,,Zu der Disputation waren nicht nur die IV. benach-barten Bischöfe oder an ihrer statt bischöfliche Gesandte,sondern überhaupt die gelehrtesten Männer aus der Nahe2) S. dieAkren bey der andern Schlußrede, in der Quarkane-qabe vom I. iSoz. feite 177, 178.