Band 
Zweyter Band.
Seite
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Änd aus der Ferne eingeladen und ihnen alle Ehre bewie-sen. Alle Geistlichen in dem ganzen Kanton waren zurBeywohnung des Gespräches verpflichtet; dasselbe wurdeöffentlich und in deutscher Sprache gehalten/ damit auchdie Ungelehrten zuhören könnten. Mehr als einmal wur-den obrigkeitliche Abgeordnete an alle Unterthanen aus derLandschaft ge,chickt oder ein Ausschuß von diesen in dieStadt berufen/ um auch ihre Meinung zu vernehmen.Nach beendigter Disputation schwur die ganze Bürgerschaftden Eid der Treu/ und hierauf wurden ohne grosse Ver-wirrung die Bilder und Altäre aus den Kirchen wegge-räumt. Diese Bilder und die Messe ließ unser NiclausManuel nicht ungetröstct begraben. Er verfertigte mitgeistreicher Laune eine poetische Klage der Bilder/ daßiie dem wahren Gott Platz machen sollte. Dieß Büchelge»erschien unter der Aufschrist:

»Klag und Verjähung der armen/ verfolgten Gözen»und Tempelbilder über so ungleiche Urtheile und Stra.»sen, die gegen sie gebraucht werden; mit Uebersehung"vieler lebendiger und größrer Gözen und Abgöttereyen.,,

Unter anderm werden die Bilder also redend einge-sührt:

Daß wir in solcher Not gestelltOb uns wird Ritter alle WeltUnd müssen stehn in solcher FahrBekennen uns hie offenharDaß -wir im Tempel gstanden sindGlych wie des Himmels HauSgesindUnd haben gführt so guten SchynAls wären wir Gott selber gsyn.

Daß habet Ihr selbst gfangen an,

Mit uns / die wir kein Leben hond