Band 
Zweyter Band.
Seite
72
JPEG-Download
 

72

Da die Bernerschen Landleute hauptsächlich von denUnterwaldnern waren aufgehetzt worden, so setzte nun-mehr, von Zürich unterstützt, Bern eine Klagschrift aufgegen den Untrewaldner-Kanton. Mir dieser Klagschriftwurde Manuel nebst andern Abgeordneten auf die Taglei-stung nach Baden gesendet. Die Taglcistung gieng frucht-los vorüber; eben so zwo andre Tagleistungen, welche imIcnner 1529. wiederholt wurden. Endlich erkennten dieeydgenößischen Schiedrichter: Umerwaldcn solle den Ver-tier» zooo. Kronen an die Kriegskosten bezahlen; hernachwurde diese Summe auf 1500 hinuntergesetzt. Die Bcr-ncr begnügten sich mit diesem Ersatze, ungeachtet ihnendieses allzugelinde Nachgeben bey den Zürcher» zum Vor-würfe gereichte.

Im März 1529. begab sich unser Manuel auf dieevangelisch - eydgenößische Tagleistung nach Solothurn;daselbst berathschlagten sich die protestantischen Kantone,was sie bey der Verbindung der v. katholischen Ständemit dem Hause Oesterreich zu thun hätten; Ends diesesJahres hatte er sich abecinal nach Solothurn begeben,um (wo möglich) auch diesen Kanton von der Rückkehrzum Katholicismus abzuhalten. Eben so eifrig arbeitete erhernach auf der Tagleistung in Baden an der Reforma-tion so wol dieser Stadt als des benachbarten KlostersW erringen.. Weniger glücklich waren an diesen Orten seineBemühungen als hernach zu Schaffhauscn, woselbst erzur Einführung der Glaubenöverbesserung nicht wenigbeytrug.

Im Winrcrm. 1529. befand er sich abermal auf derTagsatzung zu Bade ; daselbst sorgte er eifrig für die Ge-wissenSfreyheit in den gemeinen Herrschaften. Das Endedieses Jahres brachte er in Basel und Staßburg zu, ummit diesen Städten in Bernerschem Namen ein Burgrcchtaufzurichen. - Im I. iz;c>. begab er sich zu Beylegurig