er diesen frühzeitig verloren hatte, so begab er sich znrFortsetzung der Studien nach Marburg, und bald darauf«ach Herborn. Fleißig besuchte er die Vorlesungen desOlcmaiiuS und Piscators. Mit besonder»! Eifer wiedmeteer sich dem Studium der Ebräischen Sprache. Von Her-born gieng er nach Heidelberg. Wegen der Wuth derKriegeöffammen zog er sich im I. 1588. nach Basel zurück.2 n Basel besuchte er die Vorlesungen des GrynäuS unddes sich damals selbß aufhaltenden HospimauS; in Zürichmachte er Bekanntschaft mit Bullinger; in Genf mit Theo-dor Beza. Auf Joh. Jac. GrynäuS Antrieb wählte er seinenWohnsitz in Basel. Hier unterwieß er den Leonhard Cu-rio; einen Sohn des berühmten ColiuS SecunduS Curie.2 m I. 1591. erhielt er den Ebräischen Lehrstuhl. ZweyJahre hernach verheyrarhete er sich mit Margaretha, ei-ner Nichte des eben erwähnten C. S. Curio, und Toch-ter des Leo Curio, der mit Flaminia Muralt von Locarnovermählt war Das ehrenvolle Geschlecht der Burtorfenin Basel entsproß also von müterlicher Seite aus Italien,nnd aus Deutschland von väterlicher Seite.
Die Angelegenheiten des Hauses hinderten unsernBurdorf keineswegs, tagtäglich den Studien acht undMehr Stunden zu wiedmen, und diese Gewohnheit setzte" beynahe bis an seinen Tod fort. Nicht nur besaß er inganz Europa die beträchtlichste, ebräische Privatbibliothek,sondern oft ganze Monate lang unterhielt er bey sich dieMehr-resten Juden, von welchen er die geheimsten Lehrenund Gebräuche lernete. Dardurch zog er sich Verdruß zu,2 m Jnnius 1619. hatte er einen Juden Namens Abra-ham . mit seiner ganzen Familie im Hause. Das Weib des2 uden kam mit einem Sohn nieder. Mit Erlaubniß desObrigkeitlichen JudenauseherS, Georg Martin GläserS,^m;y zur Fevcrlichkeit der Beschncidung einige fremde»chden in die Stadt. Diesel' Beschncidung wodneten auch