Burdorf und sein Eidam, König, nebst andern Stadtbür-gern bey. Auf die Nachricht hievon wurden Burdorf undKönig den 16. Juuius >619. jeder um hundert Guldengebüßt; der Jude Abraham aber um vierhundert Gulden.Gläser uud die übrigen anwesenden Stadtbürger wurdenzu dreytägiger Gefangenschaft verurtheilt. So erzählt esaus den Jselinischen Handschriften der Pros. Herzog inden tlchenl8 rauricis,
Im I. iso2. edirte Burdorf sein Manuale; im F.i6yz. die juäsicsm; in gleichem Jabre die
LxilrvjSü bebl-sicsd; im I- 1604. den Pheksurus grsmmr-ticL; im I. I6e>e die Lpitome; im I. 1607« das I.exl-c»n Uedrsicum UNd sein Werkgen cle ^bbrevigturix ke-brÄllis; im I. 161;. den ThallUUUd Und die kibüotkecamiZbbiriiLÄM; im I. läiz. die cbaldäische und syrischeGrammatik; im I. 1618. die grosse ebräische und chaldäi-sehe Bibel; im J. 1619. die libermäs, oder den Masore-tischen Kommentar.
Seine ausserordcntliche Gelehrsamkeit erwarb ihm dieFreundschaft und Hochachtung eines Philipp Mornay düPlessiö, eines Joseph Sealigers, Daniel Heinsius u. a.Im I i6n. bekam er einen aeademischen Beruf nach Sa-mür, und einen andern nach Leiden, er blieb aber beyseinem theologischen Lehrstuhl in Basel, und zog der dor-tigen hohen Schule eine Menge Smdirender aus allenGegenden der Welt zu. Seine Demuth und Frömmigkeitwaren nicht weniger erbaulich, als bewundernswürdigseine Gelehrsamkeit. Er starb im I. i6;o. im fünf undsechözigsten Jahr seines Alters. Unter seinen sieben Kin-dern hinterließ er einen Sohn, Johannes, als Erben sei-ner gelehrten Verdienste.
Bey Burtorfs Hinschied war noch sein Coneordantieu-werk unter der Presse. In Handschrift hinterließ er sein chal-dmscheö, rabbinischeS und TalmundischeS Wörterbuch-