Band 
Zweyter Band.
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»Gelehrte zu seyn , sich diesem Studium wiedmet«.--Und wie wichtig ist uicht dasselbe in unsern Frey---staaten, wo ohne Unterschied jeder Bürger Zutritt zum"»Senat hat! Wie wichtig ist eS nicht besonders auch für--diejenigen/ die zur Unterweisung des Volkes aus der Kan---;el bestimmt sind!,, Zum Lehrbuche wählte de RoquesPuffendorfS Buch von den Wichten des Menschen und desBürgers, nach Barbeyraes Uebersetzung. Ueberdieß gaber jedem Schüler noch seine eigenen Hefte zum Abschreiben"ach Hause. In den Lehrstunden hielt er über jeden Ab-schnitt einen mündlichen Vortrag. Hernach warb dieser'"Fragen und Antworten, Gesprächsweise, entwickelt.

Obgleich de RoqueS in verschiedenen, gelehrten Tage-büchern Proben von seinen Einsichten in die Methaphysickbegeben, so weigerte er sich doch immer, über diese Wissen-schaft Vorlesungen zu halten. Er glaubte, daß solche ab-siracte Untersuchungen sich nur für Wenige schickt n, undbaß auch diese Wenigen sich nicht eher damit beschäftigenlallten, brs in dem reifern Alter, wo der Verstand überb'e Imagination Meister geworden.

Beym thätigsten Leben genoß er der dauerhaftesten^ksimdheit, und er dankte sie der Ruhe seine Gemüths,

Heiterkeit seines Charakters, der Mäßigkeit und Ord-"""g in seiner Lebensart. Ein. bösartiges Fieber, nebstbam zurückgetrmenem Podagra, entriß ihn der Welt den

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, Er hinterließ drey Söhne und drey Töchtern. Erst""längst stM einer von jenen als Hofprediger und ober-"er Consistorialrath des Landgrafen von Hessen Homburg,^"tcr anderm besaß er ähnliche Leichtigkeit mit dem Patera la Rüe, der seine Predigten lateinisch schrieb, und siegleich französisch hersagen konnte. Der Hofprediger de. siues hielt in deutscher Sprache Predigten, die er inlkanzösicher Sprache aufgesetzt hatte, er viae verlä. Ein