Band 
Zweyter Band.
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Johann Conrad Brunner. *)

Er wurde den i6. Januar 16;;. zu Dlessenhofen ge-boren. Keinen ersten Unterricht erhielt er bey einem ge-lehrten Landprediger, dem Pfarrer Deozler. Zur Er-lernung der Arzneywissenschast ermunterte ihn sein An-verwandter, der berühmte I. I. Wcpfer. In de n sechs»zehnten Jahre besuchte er die Schule zu Straßburg, indem zwanzigsten Jahre edirte er eine akademische Streit-schrift über eine zwcyköpfige Mißgeburt. Im Jahr 1672.beoab er sich zur Ausbildung seiner Kenntnisse nach Paris.Hier machte er unter andern Versuche mit der grossen Ma-gcndrüse bey lebendigen Hunden. Bey dieser Gelegen-heit, kam er in vertraute Bekanntschaft mit dem berühm-ten Zergliederet Düverney, und durch diesen mit dem Ba-ronet de Poles, einem sehr reichen Brüten. Der Baro-nel interessiere sich mit Leib und Seele für die Arzncykunst;er nahm Brunnern unentgeltlich in seine Wohnung und anseinen Tisch auf. Dieser rechte hernach nach England,wir wissen nicht, ob mit oder ohne den Baronet. In Eng-land machte er Bekanntschaft mit Lower, Willis und Ol-denburg. AuS England wandte er sich nach Holland, wo-selbst er ebenfalls die intressantesten Bekanntschaften machte,z. B. mit Ruyfch und Schwammerdam. Auf der Rück-reise inS Vaterland, nahm er im Jahr 1675. zu Straß-burg den Doktorhut an, und hielt sich alsdenn Wechsel-weise bey den Acltern zu Diesscnhofen, und zu Schafhau-sen bey seinem Anverwandten, dem grossen Wepfer, auf.Umsor ft suchten ihn de Volles nach England — und Dü-ycrney nach Frankreich zu ziehen: Er blieb für einigeSowohl von Brunnern als von W epftrn , findet man auSsührlicke interessante Lebeneb schreibungen, von Herrn D-Aepli in Rahns Archive L n. Ty. rr. No. r.