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Nauelere, k. preußisch. Kappellan, Bochats Vertrautem.
Die Geschichte, welche Bochat in den öffentlichen Stun-den lehrere, bekam umer seinen Händen eine ganz neue Ge-stalt. Er säuberte sie von vcrdrüßlichen und gleichgülti-gen Kleinigkeiten, und machte sie weit mehr zur Beschäf-tigung des Verstandes und Herzens als des Gedächtnisses.Unter seiner Anleitung lieferte sie Stof zum Unterrichte indem Naturrechte, Völker- und Staatsrechte, in der Po-litik und Sittenlchrc. Vor andern bearbeitete er die Kir-chengerichte. Mit diesen öffentlichen Bemühungen ver-band er noch besondere Vorlesungen über das natürliche undrömische Recht. Ihm dankt man auch verschiedene, weise,akademische Verordnungen. Auch die Muffe wiedmete erden Studien. Er sammelte Materialien zu mehreren,vaterländischen Werken. Patriotismus war seine erste Lei-denschaft. Gelehrsamkeit war bey ihm dem Patriotismusuntergeordnet.
Im I. 172;. wurde er Beysitzer bey dem Vogtge-richte. Häufige und schwere Rechtsfragen, Prozeßverglci-che, Familienangelegenheiten, Anlauf von Advokaten,Witwen, Waysen, Armen, — alle diese Zerstreuungenraubten ihm die Zeit zu gelehrter Erholung. Nichts destoweniger verrieth er nie die geringste Ungeduld.
Inzwischen entstand zu Lausanne die Gesellschaft derLikliotkegue imligue. Diese Gesellschaft bestand, nebstBochat, aus den gelehrtesten Männern, Seigneux vonCor-revon, Bourgnet, Rüchat, Dülignon, Vernet u.a. Bo.char führte bey diesem gelehrten Comtoir das Hauptbuch,auch lieferte er zn diesem Journal sehr viel vortreflicheStücke über alle Theile der Rechtsgelehrsamkeit, des ka-nonischen Rechts- der weltlichen und Kirchenhistorie.
Der Streit, welcher sich im I. 172;- zwischen demPapst und dem Kanton Luzern erhob, gab unserm BochatGelegenheit, seine Talente auf einer glänzenden Seite zu