Franz Urs von Balthasar.*)
Er erblickte das Licht der Welt den 7. Winterm. 168--zu Luzern. Seine Familie war seit alten Zeiten fruchtbaran verdienstvollen Männern. Sein Stammvater, Dir-irich von Balthasar, erfocht grossen Ruhm in dem ein-heimischen Religionskriege vom I. i?;r. Nicht nur, stritter als Held, sondern als dem Schultheiffen und Feldoberist,Johann Hug von Luzern, sein Pferd nnter dem Leib todtgeschossen worden, sprang er mit Lebensgefahr von demseinigen und hob auf dasselbe den Schultheiß. Zur Dank-barkeit beehrte ihn die Stadt Luzcr, mit dem BürgerrechtDer Vater unsers Franz Ursen war Johann Karl,von dem wir im Vorbeygehn nur folgende Umstände an-führen : Seine Geburt siel in das I. i '48. Schon imI. , 6 ; z. verlor er den Vater. Die Witt. e sah sich mitzahlreicher Haushaltung beschwert; gering ,ar das Erb-theil der Waysen. ES begegnete dem jungen Johann Karl,was jedem Weltweisen, der erst alSdenn seinen Beruffühltt,und erreichte, als die Abgründe des Meeres seine Schätzeverschlangen. Durch Fleiß und Geschicklichkeit erhob ersich von dem untersten StaatSpulte bis zu dem höchsten-Nachdem er mit seiner Feder dem Vaterlande bey vier undzwaiizig Jahren gedient hatte, ward er im I. 1699. zumMitgliede des innern Rathes, und zwey'Jahre später zumSchultheisse ernennt. JmJ 170;.in dem fünfund fünfzig-sten Jahre seines Alters, unterbrach ein plötzlicher Tod seineruhmvolleL aufbahn. Damals hatte unser Franz UrS nichtmehr als vierzehn Jahre. Seine ersten Studien trieb derverwaySte Jüngling in den Jesuiter-Schulrn mit ziemli-
S. Verhandlungen der helvet. Gesellsch. in Schinznach 1764,wie auch das Lloge cle Mr. lle Laltlialar, Lonleiller ä'L-tat äe In kepubligue ä I>ucsrne.
t