Band 
Zweyter Band.
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lrchem Crftlge. Bey Hause studierte er die ältere und neu-ere Geschichte, besonders die römische, welche in seinerwarmen Seele den Enthusiasmus sür Vaterland und Frey-heit entflammten. In Welschland verband er mit dem Stu-i dium der höhern Wissenschaften die Uebungen in ritter-lichen Spielen und Künsten, — Fünf Jahre hernach! kehrte er nach Luzern zurück. In dem letzten einhei-mischen Kriege vom 1 .1712. dienere er als Hauptmann.Nach geschlossenem Frieden that er eine Reise nach Frank-reich. Bey seiner Zurückkunftward er im 1 .17^. Stadt-! schreibet zu Willisau; sechs Jahre hernach Staatssecretairdes Kantons. Auch dieses Amr verwaltete er nicht längerals sechs Jahre, indem er auf erfolgten Hinscheid seinesältern Bruders in den innern Rath befördert wurde. Alser noch an dem Staatspulte saß, war jener Streirhan-del zwischen dem Papst und dem Kanton entstanden. Merk-würdig ist es, daß gerade unter seiner Verwaltung be«Segnete, was sein Vater geweissagt hatte, als er bey An-ordnung der Staatsarchive seine jüngcrnKanzleybedientenjur Behauptung der vaterländischen Rechte und Freyheitenermunterte, indem er beyfügte: Es kömmt eine Zeit, wodie Pricsterschaft sie durch ihre Eingriffe in die weltlichenRechte zu endlicher Verthaydigung derselben nöthigen wer.de. Diese Zeit kam, als der Senat zu Luzern imJ. i?r;.den Priester von Udtingenschwyl wegen seines Ungehorsamsaus dem Lande verbannte. Von jedem der Rathöglieder,auch selbst von denjenigen, die wegen Krankheit nicht aus.gehen konnten, mußte der Staatsschreiber einen Eyd abfor-dern , daß sie die landesherrlichen Rechte gegen den Papstin Schutz nehmen wollen.

Je länger je mehr entwickelten sich Balthasars ge.meinnüzige Kräfte. Sein ParrioüsmuS u,.d seine Ver-dienste erweckten ihm Neider. Sie erkannten die Vortref-lichkeit seiner Rathschläge, und sie hinderten die Vollen-