Band 
Zweyter Band.
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düng derselben, blos aus Besorgnis, daß sein Einfluß all-zu groß werden möchte. In den Jahren 17;«, , und

?2, reiste er als Gesandter in die italiänischen Vogteyenund erwarb sich auch dort den Nachruhm eines uneigen-nützigen , aufgeklärten Rechtsprechers. In den folgendenJahren befand er sich bey den ordentlichen und außeror-dentlichen Tagleistungen zu Baden und Frauen seid. Nichtohne bange Kümmernisse sah er daselbst der Auslöschungdeß alt- eydgenößischen Geistes entgegen.

Bey neuem AuSbmch der Eifersucht zwischen Oester-reich und Frankreich befand er sich in den Jahren 17??-1744. als Repräsentant des Staates in Basel.

Unter den verschiedenen Aemtern, die er im Vater-lande bekleidete, erwähnen wir nur des beschwerlichenBau-und SpitalamtS, die er beyde mit uneigennützigerTreue und ökonomischer Klugheit verwaltete.

Während dieser Zeit war eö, daß er jene fünf Redenverfertigte, welche so sehr die öffentliche Aufmerksamkeiterregten, und zwar besonders auch die der französischen Par-Ky in der Schweiz. Die erste von diesen Abhandlungen überdie Bundesbrüche, liefert das Gemählde der von den Eyd-genosscn geleisteten Kriegsdienste, ohne daß sie dazu durchVerträge verpflichtet gewesen. Mit Grund kann man sol-che Kriegesdienste, die ohne Oberkeitliehe Bewilligung ge-schahen , als eine von den Hauptursachen des Verfalls derEydgenoßschaft ansetzn. Balthasar zeigt, durch waS fürMittel und Wege das Vaterland sich wieder zu dem ehma-ligcn Glanz empor heben könnte. — Zum Jnnhalte seinerzwoten Abhandlung macht er den Abscheid der BadischenTaglcistung vom I. iz8o. In auffallendem Lichte zeigt erden Unterscheid der ehmaligcu und der dießmaligcn Ma-nier , mit Frankreich in Unterhandlung zu treuen. — Inder dritten Abhandlung liefert er die Uebersetzung desLXlsten HauptstückeS von Boccalini'ö politischen Werken.