Band 
Zweyter Band.
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Es herrschte eine Belletristenepoche. Grossen Reitz hattefür unsern Toblcr die Dichtkunst. Halter und Klopsiockentzückten ihn. Mit letzter»! pflog er, während seines Auf-enthaltes in Zürich, persönlichen Umgang. Fleißig laS erBodnierS und BreitingerS kritische Schriften, unter an-dern! wegen der darinn übersetzten Stellen aus dem Homer.»Den Homer, schreibt er selbst, „las ich schülerisch,»ziemlich lang, ohne ihn so rrefiich zu finden, wie ich sei,»nen Ruhm allgemein fand, also zum Theil aus Eitelkeit „Sehr srühzetiig kam der Jüngling inS Schreiben hinein.Nicht bloß übersetzte er aus Bükingham, Thomson und an-dern, sondern ehe er noch 24 Jahre alt war, lieferte erProsa und Verse in verschiedene Wochen-und Monatsschrif-ten, in einen fliegenden Merkur zu Schaffhausen, inZieg-lers vermischte Schriften und hernach ins Angenehme mitdem Nützlichen. Seine Uebersetzung von Thomsons Früh-ling erschien mit einer treflich geschriebenen, empfehlendenVorrede von und bey Geßner, im I. 1757.

Im-J. 1754. wurde Toblcr Pfarrer zu Ermatingen,also in gleichem Jahr, als sein Vater, als CanonikuS undStadtprediger nach Zürich kam. Vou Ermatingeu schikteTobler im Jahr 1755. einen Versuch heamettscher Ueberse-tzung des ersten Gesanges derIliaö an seine Freunde in ZürichDieser Versuch erhielt durchgängigen Beyfall. Besonderöer-hob man seine meist wörtliche Treue. Er wollte noch treuers<yn, und ward nun, (wie er wol selbst, aber allznbe-scheiben sagt,) bald undeutsch, bald hart, bald klanglos,bald was weiß ich alles. Steinbrüche! und Bodmer hat-ten für ihn die Freundschaft, dieß am vierten Gesang durch-aus anzustreichen. Eben dieß that Breitingcr beym er-Üen Stück des sechözehnten Gesanges. Immer eine merk-würdige Arbeit, wenn sie auf solchen Grad die Aufmerk-samkeit so grosser Kunstrichter auf sich zieht.