Inzwischen schrieb Tsbler von» I. !?e7. — 176»«von Zeit zu Zeit auch etwas kritisches in die freymütbi-gen Nachrichten von Zürich, und hernach verschiedene Auf»sätze und Recensionen in den Lindauer-Journal.
Als er seiner Gattin einige vereinzelte Blätter MAbendmalsandacht in ihr Kirchenbuch geschrieben hatte,war dieß der Anfang zu dem Christlichen Nachdenken überguten Gebrauch des h. Nachtmals, das er ohne Namenbey Rud. Füßli in Zürich herausgab. Es ward viermalin etwann sechs Jahren aufgelegt. Es folgten hieraufEmpfindungen und Gebethe der Christlichen Rechtschaffen-heit und Andachten für Alte, nebst andern Erbauungs-schriften, zum Theil auch für Kranke. — Ganz ohn' allefrömmelnde Pralerey, schreibt hierüber der Verfasser selbstmit edler Naivität: »Was inir Lavarer und Felir Heß„ von Berlin und Barch aus vom Beyfall dortiger Ge-„ lehrten allzustark schrieben, machte mir ein wenig den,, Kopf groß; zum Theil auch das Nachtwerben der Ver-„ leger. „ Sehr richtig characterifirt er steh als Schrift-steller selbst, wenn er hinzusetzt: „Ich schrieb manches„ auf Anschaun hin, sehr aus meinem Herzen. „ In derThat ist er ganz originell und »nacht Epoche in der Ascetik.Wie manches schlechtes Erbauungsbuch verdrängt er nichtdurch seine bessern? Wie viel mehr Licht und Wärme bringter nicht in seine Betrachtungen? Durch ganz neue, zumTheil vielleicht fremdscheinende, aber glücklich eingewobene,Philosophische und litterarische Bemerkungen sind derglei-chen ErbauungSbricher »villkoinmen selbst an solchen Orten,wo die gewöhnlichen bisher wenig hervordringen konnten.
Jin 1 .1768. wurde Tobler zum Diakcnate beym Frau-eninünster in Zürich befördert. Besonders freute ihn dieseVerpflanzung wegen seiner kränkelnden Gattin, wie auchwegen des öffentlichen Unterrichtes, den er seinen anwach-senden Söhnen in der Stadt konnte zukommen lassen. Sonst