Band 
Zweyter Band.
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Er ist sehr menschenfreundlich und theilnehMend; ob-gleich der Arbeit eifrigst ergeben, verläßt erste gerne, wen»er gegen mnand gefällig seyn kann. So sehr er alleMemsehen liebt, so richtet sich doch seine Liebe nach dem Gradedes Eifers für Recht und Wahrheit; schnell und scharstsein Beobachtungsgeist; auch beym ersten Besuch ist sei"Umgang zwanglos und mit geistreichen Einfällen beseelet;um so viel mehr müssen diese entzücken, da sie niemals ent'lehnt, sondern in seinem eigenen Kopse erzeugt find. Wen"er eine gute, neue Bemerkung gemacht har, so ist er un-gedultig, biS es ihm gelingt, sie auch andern mitzutheilen«Der Beyfall der größten Männer macht ihn nicht stolz;er bleibt, was er ist; sehr rein und simpel sind seine re-ligiöse Begriffe; schwärmerischen Wahnwiz (wie wir An-fangs bemerkten,,) und abergläubische Ängstlichkeit hatteer durch thätiges Leben bcsi get; — ich nahm mir vor,sprach er, keinen Augenblick müßig zu gehn und gegenjedermann mich so zu betragen, wie ich wünschte, daß maneö gegen mich thun möchte. — Dadurch ward mir voneinem Tage zum andern die Brust erleichtert und wennich in den Ruhestunden zu der heiligen Bibel zurück kam,so fandjich alles deutlich und klar, da mir vorher alles dun-kel gewesen; da empfand ich, daß Beten und Lesen frucht-los bleiben, bis man seine Pflichten erfüllt. — Besondersbezaubcrte ihn die Geschichte jener Erzväter und die Be.schreibung ihrer zahl eichen, ungecheilren Familien; Je-sus Christus pflegte er zu sagen, hat uns die besten Leh-ren, das beste Beyspiel gegeben; alles hat er gethan undgelidten; nunmehr kömmrS darauf an, daß wir auch daSunftige thun — Eben war ich bey ihm, als sein Weibstarb; dieser Gelegenheit bediente ich mich zur Hervorlocknngseiner Begriffe über die Zukunft; ohne mein Zuthun, spracher, kam ich auf Liese Welt: ohne mein Zuthun geh lcheinst in eine andre hinüber; so wie Gott bisher für mich