Band 
Zweyter Band.
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gesorgt hat, so wird er auch künftig für mich sorgen.Wenig kümmert» mich, wie eigentlich mein Schicksal inder Ewigkeit beschaffen seyn werde; Genug, daß wenn wirM leben, eö gewiß glücklich seyn wird; Mit kindlicherErgebung überlaß ich mich der göttlichen Leitung. Wirk-lich ist sein religiöses Vertrauen so lebhaft, daß ihn auchder Tod, auch der Verlurst der Geliebten nicht aus demGleichgewichte heraushebt.

Zur Ermunterung für andere wurden die Verdienstedieses würdigen Landmanns von der Regierung bekrönt,indem ihn diese mir einem weitlaüftigen Meyerhofe belehn-te welchen er in wenigen Jahren außerordentlich verbesserte.Er starb im 1.1784. und hinterließ eine zahlreiche ihm ähn-liche Nachkommenschaft. —

Jsaae Jselin.

Jftlin ward den 7. März i-?28. in Basel gebohrerwSein Vater war ein Handelsmann; seine Mutter AnnaMaria Burkhardt, eine Tochter des Rarhshcrren Chri-stoph BurkhardS. Wegen den ungleichen Umstände seinesVaters, ward der junge Jselin ausser dem väterlichen Hausevon seiner Mutter und Großmutter erzogen; Frühzeitigward er von diesen beyden vorlreflichcn Frauen zur Weis-est und Tugend gebildet. Die Mutter insonderheit war«ne der rechtschaffensten und aufgeklärtesten D men. Ihreinziger Fehler war, eine außerordentliche Empfindlichkeitund ein allzugrosseS Mißtrauen in die Gesinnungen derMenschen Dicw Gemüthsart war eine Folge nicht bloßihres Temperaments-sondern auch verschiedener Uebel, dieste eben in demjenigen Alter auszustehn hatte, in welchemder Character Festigkeit zu bekommen ansängt. Al-ler Orten sah die zärtliche Mutter Gefahr der Verirrung