Band 
Zweyter Band.
Seite
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»straüch fand, das vorzüglich meine Aufmerksamkeit reizte,„das eopirte ich in mehr und weniger flüchtigen Entwür-„fen. Durch diese gemischte Uebung erhielt ich LeiciM-„keil im Ausdruck und mehr Eigenthümliches in meinet„ Manier, als ich hatte, da ich an den Vaterlos mich„allein hielt. Ich gieng weiter von Theilen zu Theilen;„ für Felsen wählte ich die grossen Massen des Berghci»„und St. Rosa; die Zeichnungen, die Felir Mejer, Er-„ melS und Hacken nach der Natur und in ihrem wahren„ Charakter gemacht haben; für Verschieße und Gründe„wählte ich die grasrcichcn Gegenden, und die sanften,„ dämmernden Entfernungen -des Lorrain, die sanft hinter„einander wegfließenden Hügel des Wouvermans, diel»„gemässigtem Licht, mit sanftem Gras, oft nur zu sehr„wie mit Sammet bedeckt sind; dann den Vaterlos, des-«sen Gründe ganz Natur sind, ganz so, wie er sie in sei-„neu Gegenden fand, und darum ist er auch hierin»„schwer nachzuahmen. Für sandigte oder Felsengründe,„ die hier und da mit Gesträuch, Gras und Kräuter be-„ wachsen wählte ich wir den Berghem.

„ Wie sehr fand ichs leichter, wenn ich izt wieder nach„ der Natur studirte! Ich wußte izt, was das Eigenthümli-„ ehe der Kunst ist; wußte in der Natur unendlich mehr„ zu beobachten, als vorher, und wußte mit mehr Leich-tigkeit eine ausdrückende Manier zu finden, da wo die„ Kunst nicht hinreicht. Aber wenn ich izt einen Gegen-wand, den ich aus der Natur genommen hatte, ergän-zen wollte, wenn ich das beyfügen wollte, was ein mable-„ risches Ganzes anSmachen soll, dann war ich furchtsam„und verfiel oft auf erkünstelte Umstände, die mit der»Einfalt und der Wahrheit dessen, was ich aus der Na-„ tur genommen hatte, nicht harmonirten. Meine Land-„schaften hatten nicht dgS Grosse, das Edle, dieHarmo-,, nie, — noch zu zerstreuter Licht, keine rührende Haupt-