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Zweyter Band.
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»würkung; und also mußte ich izt aufs Ganze denken. —"Aus alten suchte ich izt diejenigen Künstler üuö, die in Ab-»1'cht auf Ideen und Wahl und Anordnung ihrer Gegen-

» stände mir vorzüglich schienen.-Daö gröste Exempel,

» Wie man nachahmen soll, giebt Dietrich; seine Stücke" in diesem Geschmacke sind so, daß man glauben sollte,» Everdingen habe sie gemacht, und sich selbst übertreffen. —»Swaneftlds edle Gedanken, die mit so grosser Würknng"ausgeführt sind, und die aus seine grossen Massen von"Schatten einfallende Refler-Lichter. Sal. Rosa kühne»Wildheit, des Rubens Kühnheit in Wählnng seiner Ge-'> genstände. Diese und mehrere studirte ich in flüchtigen»Entwürfen, izt im Ganzen, da es mir izr meist darum»zu thun war, der Einbildungskraft ihren wahren» Schwung zu geben. Endlich studirte ich bloß und allem»diebeyden Poussin und den ClaudeLorrain. — Aber da§» war nicht genug, mir ihre Denkart und ihre Ideen gänz-lich bekannt zu machen. Ich legte sie beyseite^ und wie-derholte die Hauptzüge derselben aus dem Gedächtniß;» aber ich rühm auch da nicht; sch machte mehr flüchtige»als genaue Copien von ihren Landschaften. — Es wird" niemand fragen: Warum das ? Ich kann sie ja in Kupfcr-" stichen habem Gut, dann besitz ich sie wohl, aber ich»habe nichts für mein Studium gethan. So wird der»Künstler eine immer merkwürdige Sammlung zusammen-bringen; er hat so nach dem Besten stndirt, und sichzu-

" gleich in den Besitz desselben gesetzt.-So lang es

»des Künstlers Hauptbeschässtigung ist, andere Werke so»genau als möglich nachzubilden, so verliert oder schwächt»er darüber die Kühnheit und den Schwung der Embil-»dungskraft, die zrzm Erfinden nöthig sind. Von dieser" Furchtsamkeit suchte ich mich sorgfältig zu erholen; ich"legte meine Originale weg, dachte auf eigne Ideen, und»gab mir die schwe sien Aufgaben auf. So fand ich, wiö