Band 
Zweyter Band.
Seite
160
JPEG-Download
 

i6o --

also gleich nach erreichtem gcsetzmässigen Alter, in deittäglichen Rath gewählt, und 1781. erhielt er die AuMtüber die Sihlwaldung, eine Stelle die ihm vorzüglichdurch die Wohnung in einer romantischen Sommerweh-rmng im Sihlwald, angenehm wurde. — Als Mitgliedder Regierung behielt er den Charakter der seine Gedichtund Gemählde belebt, Sanftmuth, Güte, Menschtkeit und Wohlthun, und die öftere Gelegenheit diese Tu-genden auszuüben war es vornehmlich, welche ihm dieoft troknen und langweiligen Geschäfte erträglich machte-Ein apoplectischer Zufall, machte seinem Leben, dasden 2. Merz 1788. ein schnelles aber sanftes EndeSein Andenken, welches aber so lange geehrt senn wird'als guier Geschmak, Dichtkunst und Tugend nicht ausge-rottet ist, suchten einige seiner Mitbürger durch ein Denk-mal zu verewigen, welche der nun auch verstorbenen be-rühmte Trippel verfertigt, und auf der reizenden Prome-nade , dem Schützenplatz errichtet wurde.

Leonhard Usteri.

///c üono/'r mer

Frctatr'r aut /cruc/crtur crrt aut

Leonhard Usteri ward in Zürich im Jahr 1741. gebo-ren. Sein Vater Paulus Usteri, den er frühe, nochbeynahe als ein Knabe verlor, war ein angesehener Kauf-mann und Freund alles Guten und Schönen Seine Mut-ter, eine ehrwürdige Matrone, überlebte ihn; eine unermüdet

thätige, kluge, weise Hausfrau; vortrefliche Mutter vielerKinder; immer gleichen geraden Sinnes, immer zufrieden,

auf