Band 
Zweyter Band.
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lrch den Gott Hymen, der junge Virtuose aus den Chö-ren der Musen und der Huldgöttinnen weggescheucht wer-be, so kann doch Geßners Beyspiel zur Ausnahme dienen.Die dieser selber gesteht, so hatte er sowol seiner Garirm

seinem Schwiegervater die Ausbildung des Gentes zuEriken. Letzterer, Heinrich Heidegger, Mitglied des in-uern Rathes, ehrte und kannte die Künste. Sein Cabinet^ eines der besten in Zürich, und enthält vornehmlichdie besten Stiche nach der niederländischen Schule, wieeuch eine vollständige Sammlung der ersten Drücke des^epischen Werkes, welches die erhabenen Werke der kö-lschen Schule am würdigsten liefert. Auch ist es wegenuner starken Sammlung von Handzeichnungen merkwür-dig- und wird jzt, nach dem Hinscheid des Vaters, durchseinen Sohn mit Wahl und Einsicht immer vermehret.

Der Ruhm den er sich durch seine Gedichte und Ge-mählde erworben, zog ihm ausserordentlich viele Besuche

Fremden aller Art zu, jedoch wurde das Unange-nehme davon durch die persönliche Bekanntschaft mitManchem verdienstvollen Manne versüßt. Unter denZielen Ehrenbezeugungen, die ihni in der Nähe undüerne sowol die berühmtesten Schriftsteller und Künst-ier als auch die grossen der Erde erweisen, erwähnenMir «och jener güldenen Schaumünze», womit ihn dieKaiserin in Rußland beschenkte. Ungeachtet der allgemei-nen Huldigung, womit ihn jeder Kenner des Schönenbeehret, ist er von Stolz und Eitelkeit ebenso sehr alsLafontaine entfernt, und in seinem Charactcr herrschenbie Naivität und Einfalt, wodurch uns die Schäfer inseinen Idyllen entzücken.

Seine Mitbürger ehrten und liebten ihn, und fuch-teir ihr Gefühl ihme durch Übertragung von politischenEhrenstellen zuweisen. — So ward er ungeachtet er -gar nicht suchte noch sich darzu berufen wurde. i. 1.1767.