Band 
Zweyter Band.
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auf Gott vertrauend in Freud und Leid; eine Zierde desAlwrs, ein Muster ihres Geschlechts.

Von seinen Eltern und besonders seiner Mutter,Ehielt der «Knabe den ersten Unterricht ; dann wardden öffentlichen niedern und höhern Schulen sei-ner Vaterstadt übergeben. Ein gefühlvolles, für jedeWeht und Tugend empfängliches und lautschlagen-des Herz zeichnen den Knaben Und Jüngling aus,Und machte ihn, vereint mit Fleiß, Talenten, undLiebe zu ernMastern Wissenschaften seinen Lehrern theuer.Breitingern besonders, Bodmern, Ioh. Geßnern, undsttnem Privatlehrer, dem stillen Weisen, Pfarrer Däni-ler, dankt Usteri einen grossen Theil seiner früheren Her-zens und Geistesbildung. Seinen Mitmenschen und beson-ders seinen Mitbürgern so nützlich als möglich zu werden,Kar schon in des Knaben Seele, der nie erlöschende Triebieder Handlung; durch ihn bey der AuSwählung eines Be.vuses geleitet, siel seine Wahl auf den geistlichen Stand.3ch erinnere mich einst von ihm gehört zu haben, er wärebeynahe für den Stand des Arztes entschlossen gewesen,aber eine gewisse Reizbarkeit seines Nervensystems, dieihm beym Beschauen oder auch nur beym Erzählen hörenvon etwas schauerlichen Wunden und Verletzungen leichteOhnmachten (selbst noch in seinen männlichen Jahren)zuzog, habe ihn davon abgehalten: Breitinger und Ich.Geßner mögen sonderheitlich seine Vorliebe für Mathema-ück rege gemacht haben, die seinen Geist so sicher vor allenAusschweifungen der Einbildungskraft wahrte, und dietv so manchem Jüngling eben darum so dringend empfahl.Ioh. Gcßner war ein Herzensfreund seines Vaters undallso auch der Kinder; diese wurden von dem unaussprech-lich freundlichen Manne an — ihnen feyerlichen und un-endlich freudigen Nachmittagen zu sich geladen, und aus

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