Band 
Zweyter Band.
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seinen reichen Schätzen mit Gegenständen der Namrlehrsund Naturgeschichte unterhalten. Daher, und aus demspätern Umgang mit Geßnern, erhielt Usteri einen Theilseiner nicht unbeträchtlichen physischen Kenntnisse, die erzur mannigfaltigsten Anwendung zu benutzen vormflichverstand.

Eben so wichtig, oft wichtiger noch als Lehrer, sindfür die Bildung des Jünglings Jugend - Gefährten undFreunde! O ihr heiligen Gcniusse der Jugend, freund-schaftlicher Wetteifer! sich gegenseitig ganz hingebendeTheilnahme freundlicher Jugend! euch dankt, erkannt,und unerkannt, so mancher Jüngling Tugend und Weis-heit. Auch Usteri genoß euere Gaben — ältere und jün-gere vortrefliche Freunde, ein Sal. Geßner, Steinbrüchel,Heß, Füßli und mehrere andere liebten ihn innig undwurden innig von ihm geliebt. Es war damals eine be-kannte Dichrer-Periode, wo ein jeder von der Naturnicht ganz verwahrloster Jüngling Verse machte — auchUsteri blieb nicht zurück. Er machte — doch in geringe-rer Anzahl — Oden, Idyllen u. s. w. die er seinen Freun-den mittheilte und sich mit deren Lob und Tadel begnügte,ohne dabey der Verse-Sucht oder der Freude sich gedrucktzu sehen, das gründliche und ordentliche Studieren, auf-zuopfern.

In den Jahren und ^y. fuhr Usteri nach gros-sentheils vollendeten öffentlicher» Studien sich selbst auszu-bilden fort. Die klastischen Schriftsteller des Alterthums,vorzüglich Griechenlands, das Studium der moralischenTheologie, die damals vornemlich liebliche und Früchtenversprechende Blüthen auszubreiten begann, der Umgangmit lieben Freunden, erfüllten die schönen Muffe-Stun-den des sich zu grösseren Arbeiten bereitenden Jünglings.

Im Jahr 1760. trat er seine Reise nach Italien undFrankreich an, von der er zu Ende des folgenden Jahres