Band 
Zweyter Band.
Seite
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geben: da hingegen andere die nach mehrerem Unterrichtstreben, weil sie den Anlas haben in der Welt davon Ge«brauch zu machen, sich meistentheilö in solchen Umstände«befinden, daß sie sich solchen Unterricht selbst verschaffenkönnen. Auch der Unterricht in allerhand Frauenzimmer-Arbeiten würde Hinwegbleiben, weil dazu genügsamer An-laß vorhanden ist; und der Gewinn den man bald davonziehen kann, dasjenige was man sür Kinder deßwegenaufwendet, in kurzer Zeit wieder ersezt.»

Der Unterricht der Töchter mußte diesem Entwurf zu-folg, durchaus unentgeltlich geschehen, deßnahen wurde dasPublikum zu freywilligen jährlichen Beyträgen aufgefordert

Mit unverhofter Schnelligkeit und unerwartetem Se-gen, vereinigte sich alles, zur erwünschtesten Ausführungdes Entwurfs. Was am allernothrvendigsten war, einevortrefliche Lehrerin fand Usteri in Igfr. Goßweiler, dieganz in und nach seinen Gesinnungen arbeitete, ihn alseinen Vater verehrte und liebte, sich seine Achtung undvollkommenste Freundschaft bald erwarb, durch den Eiferund Fleiß den sie in Erfüllung aller ihrer Pflichten, undaller seiner Wünsche brwieß;"die mit ganzer Seele für dieSchule und ihre Aufnahme und Vervollkommnung lebteund noch lebt! Ein grosser und verehrungöwürdiger Theildes Publikums, bewies durch reichliche Geld - Beyträge diewahre Theilnahme, und Billigung des Entwurfs; auch dieRegierung bezeugte schriftlich ihr Wohlgefallen und nahmdie Anstalt in ihren Schutz. Es meldeten sich sogleich mehrTöchtern zur Aufnahme als Pläze vorhanden waren, unddie Schule ward eröffnet. Nach Verfluß von wenigenMonaten mußte man eine zweyte Klasse errichten, um einedoppelte Anzahl von Plätzen dadurch zu gewinnen, und ei-nige Jahre nachher eine dritte Klaffe, unter einer zweytenin der Schule gebildeten Lehrerin, so daß nun immer 6<,Töchtern zugleich die Schule besuchen konnten. Sehr bald