Band 
Zweyter Band.
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Mitbürgern als ein reiches Erbe zu hinterlassen: so sindwahrlich auch wenige der guten und edeln Menschen, dieEe jene Eigenschaften, die zur Ausführung solcher WerkeChören, ich meyne vornemlich stille Thätigkeit, die wederGeräusch, Aufsehen, noch Ruhm, noch was immer der-gleichen seyn mag, sucht; ausdaurenden immer gleichenEifer, und Fleiß; weise Mäßigung; freundschaftlichenErnst, milde Güte durch Menschen-Kenntniß gebildet,der Menschen Liebe gewinnend, so in sich vereinten, wieWen sie vereinte.

Ein zweytes Projekt das einen Hähern Unterricht füreinzelne Klassen des weiblichen Geschlechtes bezweckte, unddas listen schriftlich in einem Buch vorn Unterricht fürFrauenzimmer hinterließ, blieb unausgeführt. Er schriebdies Buch schon -774, merkte sich dazu das nonum xre-wscur in annum i und hielt es nur allzugewissenhaft.

Der Unterricht taubstummer Kinder war auch gerau-me Zeit ein Gegenstand seiner Aufmerksamkeit. NähereGelegenheit dazu gaben ihm die Versuche, die der würdigePfr. Keller zu Schlieren mit so gesegnetem Erfolg anstellte»Er hat in einigen der ersten Jahrgängen des helvetischenAlmanachs seine Beobachtungen und Bemerkungen dar-über mitgetheilt.

In früheren Jahren hatte Usteri bisweilen gepredigt,und selbst einmal eine Prediger-Srelle zu erhalten gesucht;aber die schon oben berührte besondere Empfindlichkeit sei-nes Nerven - Systems, die es ihm, dem sonst so männli-chen Manne, schwer machte, ohne Thränen eine rührendePredigt zu halten, und die wichtigen Arbeiten die er imErziehungsftich vor sich sah, zogen ihn bald ganz davon ab.

Es mag auch unter seine nicht unbedeutende Verdieneste gehören, daß er männlich und wirksam, einem sehr be-kannten Schwärmergeisie entgegen arbeitete, der sonder-lich unter unser» jungen Geistlichen in den 7»ger Jahren,