der berühmtesten Professoren und auf die großmüthigsteWerst unterstützten sie ihn in seiner Neigung zu der schö-nen Litteratur. Der Bibliothekar gab ihm in den Er-holungsstunden einen vorläuftigen Begriff von der Biblio-graphie. Gar bald brachte es der junge Baron un«gemein weit im Lateinischen und Griechischen, in demStudium der Dichtkunst und Beredtsamkeit, in derLogick. Er erhielt verschiedene Prämien, und selbst we-gen seiner französischen Uebersetzungen, welches an einemSchweizer eine sonderbare Erscheinung war.
Nach seiner Entfernung aus dem Collegium verfchafteihm sein Obeim Unterricht in allen adelichcn und mili,tauschen Uebungen; auch gab er ihm Lehrmeister in derMeßkunst und Zcichnungskunst. Der junge Offizier machteschnelle und glükliche Fortschritte. Der Abbt Rollin, *der durch sein Werk über die Studienmethode und durchseine alte und römische Geschichte mit Recht berühmt ist,war ein Freund des Barons von Zur-Lauben und durchsein Rathschläge leitete er den Neffen desselben auf derlilerarischen Laufbahn. Sehr oft besuchte der junge Ba-ron den alten Universitätsrrctor, ungeachtet sein Quar-tier zu Paris von dem Quartier dieses letztem ungemeiventfernt war. Er betrachtete ihn als seinen Mentor.Die Zwischenzeit, dir ihm von seinen militärische» Ge-schäften frey blieb, wiedmete er den Musen. Er studirtedie Geographie und gar bald umfaßte er alle Zweigeder Geschichte, nebst den Alterthümmern und der Numis.Matick. Gelehrte vom Ersten Rang unterstützten seinenEifer. Er hielt es für ein Glück, in Paris, als einemneuen Alhen, zu leben. Indeß nicht ohne schmerzhafteEmpfindung verlor er in demselben Jahre 1741. den ver-
* Rollin stach in Paris den 14. Sept. I7Z1. im achtzigstenLebensjahre»