ru sich, und bereitete ihn zu der academischen Laufbahnevor. An seiner Hand betrat er auch den Vorhof des Mu,lentempels, indem er ihn mit Hagedorn/ Haller, Geüertund andern Aldermännern der schönen deutschen Litteraturbekannt machte.
Im fünfzehnten Jahre bezog er die Universität Halle.Seine vornehmsten Lehrer waren der grosse Wolf, Meyerund Neltclblatt. dir Rechtswissenschaft überhaupt, beson-ders aber das Staatsrecht sollten ihn beschäftigen, und ihnzu der diplomatischen Laufbahn befödern. Auf traurigeArt wurde dieser Plan unterbrochen. Bon Kindheit anlitt Pfcffel öfters von Augenentzündungen, und er kamschon mit einem schwachen Gesichte nach Halle. Dieveränderte Luft und Lebensordnung uud das viele nächt-liche Lesen machten diese Entzündungen häufiger. Nacheiner langwierigen Ophthalmie hatten sich auf beydenAugen Flecken erzeugt, die ihn zwar noch nicht ganz desLichtes beraubten, aber seine Abreise von Halle beschleu-nigten. Er begab sich nach Dreßden zu seinem Bruder/der damals als Legationsrath in sächsischen Dienste»stand, und nun seit vielen Jahren die Stelle seines Va-ters am französischen Hofe bekleidet. Unter den Hände»der ku rfürstl. Aerzte, besonders deS Hofralh Hauels, be-gann es mit seinen Augen zu bessern. Da aber sei»Bruder mit dem Hofe nach Pohlen gehn mußte, sokehrtePseffel im I. i?54 in sein Vaterland zurück. Auch hierfehlte es nicht an geschickten Händen, die an seiner Her-stellung arbeiteten: allein die Organe waren zu sehr ge-schwächt, und die Rückfalle auch bey der strengsten Le-bensordnung zu häufig. Am Ende deS I. 1757 erfolgteder gänzliche Vcrlurst des Gesichtes. Ein Auge littdurch eine nöthig befundene Operation; das andere wardurch kein Instrument berührt worden. — Dieses D-tail,sagt Pseffel, war nöthig, «m die in Campcns Reisen