Band 
Zweyter Band.
Seite
218
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Tb. H. erzählte Geschichte, vermöge deren er sich, mnder Schmerzen loS zu werden, beyde Augen ausstcchcnließ, der Wahrheit gemäß zuberichtigen. — Nicht vielgetreuer ist das in einem Berlmerblatte erzählte und indem Taschenbuche für Schauspieler, Offenbach 1779,nachgeschriebene Histörchen von Pfcffcls Hcyrat, wovonnur der Hauptzug wahr ist. Seine ehliche Verbindunggeschah im Ansauge des Jahres 1759, und sie entschä-digte ihn für alle bisher erlittenen Widerwärtigkeiten. *

Schon in früher Jugend hatte er sich in das Feldder deutschen Poesie gewagt. Besonders von dem I.

; bis 1759 »ersuchte er in den Stunden der Einsam-keit bald ein Lied, bald eine Fabel, bald ein Epigramm.Einige davon ließ er in ein Heft zusammenschreiben,und er verwahrte sie im Pulte. Die Handschrift wardihm durch einen ehemahligen Schulfreund entwendet,«bgeschrieben, wieder an ihre Stelle gelegt, und nachund nach mchrcrn Personen mitgetheilt. Ohne des Ver.fasserS Wissen machte man sie im I. 1759 in der Straß-bürger Wochenschrift, der Sammler, stückweise bekannt.Um dieser Indiskretion, die noch durch eigenmächtigeVeränderungen vergrößert wurde, einen Riegel vorzu,schieben, beschloß er im I. 1760 feine Gedichte unterder Aufschrift, ,, poetische Versuche ' selbst herauszugc.den. Ungeachtet seiner Minderjährigkeit zeigte der Ver-fasser schon in dieser ersten Sammlung das ihm eigene,und besonders damahls noch seltene Talent, welches ingleichem Grade Energie und Eleganz verbindet. Jeweniger er beym Mangel des Gesichtes zerstreut, je mehrer bey solchem Mangel auf einsames Nachdenken einge-schränkt war, desto mehr Zeit und Anstrengung verwen-

* Der Name seiner Gattin ist ?>i. L. vlvonx, sie trägt inseinen Gedichten den Namen Doris.