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Johann Iakoö Rousseau»
Ioh. Jakob Rousseau wurde den 28. Irrn. 1712. ^Genf gebohren. Sein Vater war ein Uhrmacher, ^nach langen Reisen endlich in den Schoos seiner Vatek-stadt zurückkehrte, wo er itzt von seinem Handwerk lebteund in müssigen Stunden nützliche Schriften las. Ta"-rus, Plutarch, und Grotius lagen oft zwischen densirumenten seines Handwerkes in seiner Werkstätte. Rous-seau, noch vor dem Ausbruch der einheimischen Gensik-Zwiste, in jener glücklichen Epoche gebohren, woVaterstadt den höchsten Gipfel erreicht zu haben schießwurde, schon als Kind, von feinem Vater auf das Glückaufmerksam gemacht, das freye Bürger in wohl verwalte-ten Staaten gemessen. In seiner Jugend las er sehr viel'Er sagt selbst, er habe in seinem achten Jahre den lM*tarch auswendig gewußt, und in seinem zwölften die mei-sten Romanen durchlaufen gehabt. Ein Jugendfehler,den er begangen hatte, und ein Unrecht, das er erlitt^zu haben glaubte, verleiteten ihn zu einer Handlung, dieauf sein ganzes Leben Einfluß hatte. Er entlief seinenEltern, irrte einige Zeit in dem benachbarten SavoiMherum und kam endlich, wo mir recht ist, nach ChaM-bery. Auf einmal empfand er die Folgen seiner Unbeson-nenheit. Er war ziemlich weit von seiner Vaterstadt,ohne Geld, ohne Bekannte, ohne Erwerbsmittel. Zurück-kehren nach Genf konnte und wollte er nicht. Er meldetesich und verlangte seine Religion zu ändern. Hieraufwurde er in einem Kloster unterwiesen und nach einigtZeit nahm er öffentlich die katholische Religion an,nicht Hungers zu sterben. Er blieb in dem Kloster.ziehe ich den Vorhang vor das abscheuliche Laster, dasdarin« herrschte und zu dem man den jungen, kaum dreü-