Band 
Zweyter Band.
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2 - I. 1748. verheyrathete er sich mit Jungfer AnnaMaria Ziegler, einer Tochter des Rathsherr ZieglerS.2 n seiner Gattinn fand er die tugendhafteste Freundin. —Von Natur der lebhaftesten Eindrücke fähig, in gleichemGrade für das Unangenehme des Lebens wie für das An.benehme empfindsam/ ein eben so feuriger Hässer des Bö,ftn als eifriger Verfechter des Guten, mußte es ihm un-beachtet seiner gefälligen Gemüthsart, und frölichen Launeinsonderheit bey der Menge drückender Gcschäffte, anGelegenheit zum Verdruß und zum Kummer nicht immerschle.i. Den wohlthätigen Einflüssen der Philosophie undkirrer geläuterten Religion hatte er den Sieg über seineLeidenschaften zu danken; wie leicht mußte ihm nicht dieserSieg werden, da nicht diese Religion und Philosophieunter dem Reihe der ehlichen Liebe, unter der Mine ei-ner zärtlichen und sorgsamen Gattinn, jedes kleine Gewit-ter verwehte! Auch erkennt er den Werth eines solchenweiblichen Genius, und nach )4 Jahren ist ihm seineGattin nach nach eben so theuer wie an dem ersten, hoch.zeitlichen Tage. Ihm gebar sie dreyzehen Kinder; davonünd noch sechse am Leben,- und von einer Tochter die imWochenbett starb, ein hoffnungvoües Kind.

Immer mit den besten und weissesten Menschen umge-ben, mußte er nothwendig auch selber weise und tugend-haft werden. Zwar hatte er einen starken Hang zur Träg-heit und Gemächlichkeit zu bekämpfen; hiezn kam noch einschwaches Gesicht, das ihm das Lesen und Schreiben beyTage mühsam, und des Nachts beynahe gänzlich unmög-lich machte. Diese natürlichen Hindernisse zu geschäffti-sem Leben überwand daS allgemeine Wohlwollen und jenewarme Menschen- und Bürgerliebe, die alle seine Hand.lungen beseelten Wenn wir ihn in seiner ausgebreitetenThätigkeit, als Mensch, als Hausvater, als Arzt, alsMitglied der Regierung u. s. w. betrachten, so begreifen