Band 
Zweyter Band.
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Im J.1748 . hielt er die Sommervorlesungen äs ver»

keliclcsrem vis.

Mit dem berühmten Sal. Geßner gerieth er nicht nurin genaue Bekanntschaft, sondern genoß auch seines tägliachen Umgangs. Dadurch bekam er Gelegenheit, GeßnerSAttisches und mahlerisches Genie gleichsam vom Keim,von der Knospe an bis zur Entwicklung zu beobachten.Das Schreiben über die Annehmlichkeit der Zerglicderungs-knnst. welches dem Kriro einverleibt ist, enthält die Ge-schichte der Spazirrgange mit diesem aufblühenden Genie.

So unwiderstehlich indessen HirzelS Hang für die schöneLitteratur war, so machte er sich immer heilige Pflicht dar-aus , diesen Hang seinem jedesmaligen Amte unterzuord-Uen. Im 1.17 z 1. ward er zu einem Unter - Stadtarzt er-wählet, zugleich ward er Mitglied deö Sanitätörarhes;seither führte er bey den mcdicinischen Räthen, welche beyMenschen oder Viehseuchen mitgetheilt wurden, bald alle-wal die Feder. Mehrere dieser Räthe sind durch den Druckbekannt gemacht worden. Im 1 .175 7 ward er von der Regie-rung zu einer Comittee gezogen, welcher wir eine bessere Ein-richtung der Wundgeschau oder der oberkeitlichen Anstalteniur Besorgung armer Patienten zu danken haben. Auchward Hirzel zu einer andern Comiuee berufen, die er selbstveranlasset hatte, um auf den Fall ansteckender Seuchenoin Lazareth in Bereitschaft zu haben. Würklich warddas Haus am Sellnau dazu eingerichtet; als es einige Jahredernach abbrannte, ward das in Wiedieon liegende Land-Mh im Schimmel zu diesem Gebrauche gewiedmet; derdabey sich befindende Garten ward zu landwirthschastliichenVersuchen für die naturforschende Gesellschaft bestimmet.3 m I. 17,-7. erhielt Hirzel wegen seiner gemeinnützigenBemühungen eine Vermehrung seines Einkommens; im I.^ 76 --ward er zum Oberstadtarzt erwählt; damit erhallt erden Vorsitz bey der Wundgeschau, auch ward ihm die Prü-