.-- 259
^dern wandelbaren Commißionen, wohnte er auch den viel-^hrigcn Verathschlagungen über die Erneuerung des sranzö,Äschen Bundes und über die gcnftrischen Streitigkeiten bey;
auch jctzs noch bey der neuen Ordnung der Dinge ist er^geachtet seines hohen Alters als Präsident der Sanitäts-^»'.n!ißion,der physicalischchkonomischen Gesellschaft und derWundgeschau, rastlos für das Wohl seiner Mitbürger bemüht.
Johann Caspar Lavater-
Derselbe ward zu Zürich den Nov. 1741. gcbohren.der Kindheit war er ein gutherziger, aber furchtfa«und wainerlicher Knabe^ Anstatt zu Studiren, be-lästigte er sich mit Spielwerk, besonders mit allerley^achsbildnerey, auch mit Glasschleifcn und verschiedenen^«chemischen und physischen Jugendspiclcn. In den hö-vttn Schul-Classen ward sein Elfer für die Wissenschaf-^ theils durch Anleitung eines Bvdmers und Breitin-theils durch Wetteifer edler Mitschüler beseelet,'"'»mehr xx an, sich freyen, kühnen Selbst-enker zu zeigen; vor keinem der verwegensten Gedanken^lchrack er, und aus der augenscheinlichsten Gefahr,selbst in den Abgrund mcthavhyfischer Nachforschungiu verlieren, zogen ihn allemal Wahrhcitssinn und mo-^lischx Gefühle zurück. Mit Spcculation nämlich ver-end er das thätigste Leben. Wie feurig in frühester Ju-stju patriotischer Enthusiasmus gewesen, hievon könn-en mehrere Beyspiele angeführt werden. Eine Art poe-tiicher Schwärmerei) berauschte damals die Jugend;
kam noch ticferfchütternder Eindruck rvusseauifchcrSchriften, nebst genauerm Umgang mit den frcydcnken»Römern und Griechen. Bey schwächer» Köpfen,tur welche der olympische Nccrar zu stark war, sah man^ Fieber pollkischcn Emhnsiasmus eukstchen; da war
Nr