174 Der gemeine Aal.
schließe», auch dieser liebe den Störrogen ? DennFaun nicht auch der gefräßige Stör den Aal ver,schlucke haben, und dieser sich durch den Leib hin-durch wieder heraus winden? Dieß geschieht zumöftern bey Störchen und Reihern, die junge Aalefressen. Sie machen dann ohne Schaden die Reisedurch den Leib und die Gedärme dieser Dögel, undkommen an einem andern Orte wieder heraus.So werden sie zuweilen von einem Vogel, der frey-lich bey diescrKosi nicht sehr gedeihen mag, drey-mahl gefressen. Sehr gern begibt sich der Aal in dieErbsenfelder, die längst den Flüssen angebaut sind,auch sucht er Würmer und Jnseclen auf den Fel-dern. Aber nicht selten werden ihm diese Land-reifen verderblich. Denn, wenn man den Weg, dener genommen hat, mit Sand oder Asche bestreut,so bleibt er bey seinerRückkehr darauf liegen, undkann sich nicht weiter fortbewegen. Ja auch aufHeuböden soll er sich in strengen Wintern verstecken.So wie man mehrere Raubvögel Nachkvögcl nennt,weil sie, wenn alles in tiefem Schlummer liegt, ih-rem räuberischen Berufe nachgehen ; so könnte manden Aal einen Nachtfisch nennen. Den meistensnur bey Nacht geht er auf Raub auS, den Tag über