Band 
Der Fische erster Theil.
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Der gemeine Aal.

wohnt er in einem schlammigen Boden , in dem ersich eine Art von Höhle wühlt. Diese versieht ermit zwey Öffnungen, damit es ihm, wenn eine sichverstopft, doch nicht an einem Ausgange fehle.Bey aller seiner Vorsicht wird er dennoch sehr ofteine Beute seiner Feinde, unter denen der Hecht,die Strand-und Sumpfvogel, die Fischotter undder Mensch die gefährlichsten für ihu sind. SeinLeben ist äußerst zähe. Er kann dreyTage ganz ohneWasser leben und läßt sich in einem Gefäße, in demGras oder Schilf und etwas Wasser ist, sehr wei^versenden. Man hat mit ihm verschiedene Versuchein luftleerem Raum gemacht. Eine Stunde langlebte er in demselben, ein im Wasser unter dieGlocke gebrachter hielt es zweyStunden aus. SeineReißbarkeit ist so groß, daß sie das herausgeschnittneHerz noch 40 Stunden lang behält, und sogar dasabgeschnittne Kopfende sich noch eine Stunde langbewegt und zusamnienzicht, wenn man es mit einerNadel berührt. Schlägt man dem Aal einen Na-gel durch den Kopf, und zieht ihm die Haut ab, soist er auch dann noch im Stande, sich mit demSchwänze bis zum Kopf hinauf zu krümmen, undselbst die einzelnen Stücke, auf die manin derKüche