Band 
Der Fische erster Theil.
Seite
260
JPEG-Download
 

s6o Der Kabeljau.

nach Frankreich , und wer ein Liebhaber von großenZahlen, und von dergleichen Berechnungen ist, dermache einmahl einen Versuch, die Anzahl Kabeljau-eyer, die sechzehn Schiffe führen mögen, zu bestim-men. Der Thran, der aus der Leber des Kabeljausgewonnen wird, hat den Vorzug vor dem gewöhn-lichen Schiffsthran, daß er weniger Dampf macht,auch rühmen ihn die Riemer und Sattler sehr, weilerdas Leder länger,als andreThranarten, geschmei-dig erhält. Die Gärber bedienen stch seiner nichtweniger mit Nutzen. Die Zunge soll ein wahrerLeckerbissen seyn. Auch die Schwimmblase wird gc-geffen, doch es ist noch gewöhnlicher, Fischleim ausihr zu bereiten. Selbst dieausgcschnittnenRücken-grätheu gehen nicht ganz verloren. In holzarmcnGegenden verbrennt man sie statt Holz. Über dieverschiedenen Arten den Laperdan, Stocksisch undKlippfisch in der Küche für die Tafel zu bereiten,können wir uns hier nicht einlassen ; doch wollen wireiner einzigen vorzüglich sinnreichen Art gedenken.Man hackt nähmlich den Kabeljau mit vcrsckiednenKräutern zugleich ganz klein , knetet ihn dann mitEyern, Semmeln und Gewürze zu einem Teige,und formt einen Fisch daraus, den man in einer