6o Der Goldbrassen.
det, so sucht der Naturforscher billig ein beständige-res Kennzeichen, wenn man diesen Meerbrassenvon seinen zahlreichen Gattungsverwandten unter-scheiden kann. Und dieses findet er in den sechsSchncidezähnen der gleichlangen Kinnladen. Siestehen etwas von einander entfernt, und sind abge-rundet. Außer ihnen sieht man im Rachen deSGoldbrassen, noch eine Menge nahe beysammen ste-hender Backenzähne, unter denen die hinterste»ziemlich groß sind, und, in Ringe gefaßt, alsKrö-tensteine verkauft werden. Die Goldschmiede inMalta wissen sie noch besser an den Mann zu brin-gen, und den Aberglauben noch stärker zu besteuern,Sie beitzen mitScheidcwasser einen schwarzen Fleckin die Mitte dieser Zahne, und verkaufen sie derleichtgläubigen Einfalt für Schlangenaugen,denensie eine große Heilkraft zuschreiben. Sicherer undunläugbarer istdie Kraft dieftrZahne, so lange siedie Muskelkraft ihres Eigenthnmers in Bewegungsetzt, wodurch dann mancher Anker bald zerbrochen,bald verbogen wird, je nachdem das Eisen sprödeoder geschmeidig ist. DcrKopfdes Goldbrassen istziemlich abschüßig und schuppenlos,dieKiemendeckelausgenommen. Diese scheinen nur gezahnt zu seyn.