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Der gemeine Haring.
verschwinden sahen, weil man da ohne Rücksichtauf Zeit, Alter und Größe fischen durfte, wann undwas man wollte. Ihrer Menge wegen sind, wieleicht zu erachten ist, die Häringe eben nicht schwerzu fangen. Dieß geschieht theils an den Küsten,mit kleinen Schiffen und Netzen, theils fern vonihnen mit großer». Jede Holländische Büs/hat vierJager, oder kleinere Schiffe, bey sich, die sowohldie Bedürfniffc zuführen,als auch in den ersten Wo»chen eiligst frische Häringe nach den Seehäfen schaf-fen. Auf den Rath ihrer Regierung bedienen sichdie Holländer L00—600 Klafter langer Netze ausgrober Persischer Seide, die dreymahl länger alshänfene dauern. Mit Rauch macht man sie schwarz,damit die Fische nicht durch die helle Farbe ver-scheucht werden. Abends setzt man die Netze, dieauf die bekannte Art, durch leere Tonnen oben unddurchSteine unten,senkrecht erhalten werden,in dasMeer, à und zieht sie Morgens vermittelst einer Win-de ein. Durch Laternen kann man die Häringe inNetze locken. Zuweilen fängt man sie auch mit An-geln, an denen ein Köder befestiget ist. Man kannleicht denken, daß die meisten Arien des Fischfangesauch bey den Häringen, nur die Eine mit größeren,Fische II. Th. u