Band 
Der Fische zweyter Theil.
Seite
374
JPEG-Download
 

37 4 Die Karausche.

Gegenden, wo man die Karauschen höher schätzt,als in Deutschland , zur Beschleunigung ihresWachsthums den Kunstgriff erdacht, sie auf einerSeite abzuschuppen oder ein Stück von ihremSchwänze abzuschneiden. Ihr zähes Leben magdazu beytragen, dqß sie diesen Versuch derLeckcr-Haftigkeit glücklichüberstehen. Nicht gern hat mansie in Karpfenteichen; denn da sie mit den Karpfeneinerley Nahrung gemein haben, so verkümmern steihnen das tägliche Brot. Das Gute aber habendie Karauschen, daß ste nicht so leicht, wie andreFische, einen Modcrgeschmackannehmen. Übrigensbehandelt man sie wie die Karpfen, uns auch ste lie-ben den Schafmist. Milch und eingeweichte Sem-mel fdllen ihnen vortrefflich bekommen. Von Kic-menwürmern haben sie viel auszustehen. Götzefand an einer Karausche an 200 Lernacn, die ihrdas Aussehen gaben, als wäre ste blutroih gesteckt.

Weiß, zart, schmackhaft, und auch krankenPersonen unschädlich ist ihr Fleich. Als Futtcr-stsche schlagen ste besonders den Hechten sehr gutan. Sa fie auch in kleinen, stehenden Mastern,die so vielen Fischen nachthcilig sind, gut fortkom-