Band 
Der Fische zweyter Theil.
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Die Orfe.

klein, derOberleib graulich grün, zuweilen bräun,lich, der Unterleib silberfarbig. Die Flossen sindgraulich weiß. Man kann den Lauben eben nichtzu den vorzüglich schönen Fischen rechnen. Destomehr aber die wirklich prächtige Orfe <6.0rlus,t Orfe , Urss, Orsling, Frauenfisch 177), derenAnblick den Bürgern Augsburgs sehr oft Unterhal-tung gewährt, da viele Orfen in einem Stadtgra-ben zur Zierde gehalten werden, und gierig nachdem Brot schnappen, das man ihnen zuwirft.Sonst fressen sie Würmer, Jnsecten, fette Erde,Fischbrut. Ihre prächtige Orangefarbe, die hier undda silbern schillert, ihr hervorstehendes Oberkieferund die vierzehn Strahlen in der Afterflosse zeichnensie sehr aus. Ost schon ist sie mit dem ChinesischenGoldkarpfen verwechselt worden, dem sie in Rück-sicht der Schönheit ziemlich nahe kommt. Auchin Branntewein verliert sie diese nicht. In de»Flüssen, Seen und Teichen des südlichen Deutsch­ lands ist sie zu Hause. Außer dem Wasser stehtsie leicht ab. Auch in zu kleinen Garten-Bassinshält sie sich nicht gar lange. Im März und Aprillleicht sie, und setzt ihre kleinen, gelben Eyer anKräutern ab. Ihr Fleisch, das röthlich und wohl-