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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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576 Futterwicke.

ben , dieser unterirdischen Frucht unter den nähercnden Wurzeln zu gedenken.

So nützlich die F u t te r w i cke (Vicia sativa,'Vesse cultivde, wilde Wicke, Christophs-Krautin mancher Rücksicht ist, so gehört doch auch fieunter das Unkraut, weil sie gar oft im Getreideunter der Sommerfrucht wild erscheint, undda-durch schädlich wird^ Man baut sie aber auchaufBrachackern als Futterkraut, allein oder mitErbsen oder Hafer vermischt.- Wenn man ftnicht grün zur Fütterung abhaut und die Samenreif werden laßt, so schrotet man sie zur Winter-fütterung und Mästung für daS Vieh. Auch dasStroh der Wicken ist für die Schafe ein ange-nehmes Winterfutter. Das Federvieh frißt denWickensamen außerordentlich gern, und die Tau-ben ziehen ihn allen andern Sämereyen vor.Ackert man die noch grünen Wicken um, so gibtdas eine gute so genannte grüne Düngung. 3"theuren Zeiten ist auch wohl schon der mehlrcicheSamen, vermischt mit andern Körnern, zumBrotbackcn angewendet worden. Ehemahls galtrr auch in der Medicin. Schön roth, auch bläu-lich blüht die Futterwicke. Sie hat an ästigeGabela fünf bis sechs Paar Blätter.