Band 
Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
Seite
577
JPEG-Download
 

Linst. Kronenwicke. 577

Die meisten Linsenarten sieht man hier und dawild ais Unkraut wachsen. Dieß ist zumahl mitder viersamigen Linse (Ervum tetrasper-mum, Lentille aquatre semences , kleine Vogel-wicke, lab. XEVIII- iZZ,der Fall,diezuweilen sehrlästig wird. Ihre Stengel sind fast viereckig undzweischneidig, und schlinge» sich mit ihren Gabelnum andre Gewächse. Die gleichbreiten lanzenför-niigen Blatter stehen wcchselsweisc zu drey auchfünf Paaren an den ästigen Gabeln. Die sehrkleinen niedlichen Blumen, die fast einer Vergrö-ßerung bedürfen a, um recht kenntlich zu seyn, han-gen meistens einzeln, zuweilen zwey auch drey aneinzelnen Stielen und sind fein geädert blau oderroth. Die Hülse, die zurückbleibt S, enthalt vier *kugelrunde Samen. Dagegen enthält die zotigeHülse der eben daher die zotige genannten Lin-se (E. hirsutum) nur zwey. Auch sie kommt alsUnkraut vor. Beyde Arten geben ein sehr gutesgrünes Futter für das Vieh. Dagegen soll das-selbe die b u n t e Kronenwicke (Loronilka va-ria iZP, ein andres schönes Unkraut, stehen lassen.Sie breitet ihre Stengel und armförnüge Ästeweit aus. Ihre Blätter sind cprund, die rothenPflanzenreich IkIThl. Oo