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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Schotenklee. 5?9

in langen Ähren an der Spitze der Zweige. DieBienen besuchen sie sehr fleißig. Einen unange-nehmen häßlichen Geruch haben die Blumen unddas Kraut. Jung frißt es das Vieh gern. DiesePflanze ifl besonders dem Mehllha» unterworfen.Dann wird sie dem Vieh schädlich. Bekamen docheinmahl inThüringendieSchafefastallgemcindieLeberfäule, da in einem Sommer diese und andreKlcearlc» oft mit Mehlchau befallen wurden.Selbst auf die Hasen erstreckte sich die Seuche.Das berühmte Meliloteu-Pflaster der Wundärztekommt vorzüglich von dieser Pflanze. Auch wirk-lich ist sie schon gegcuKolik, Entzündung gebrauchtworden. Aus den Stengeln einer Spielart diesesSteinklees, die ständig wächst, hat CronstadtGarn spinnen gelehrt. Wie weit diese Kunst ge-diehen sey, wissen wir nicht.

Unter derSchvtenklee-Gattung(I>vru8) ist eineArt, die die gehörnte (L,corniculatus) heißt,wahrscheinlich um der Form seiner Hülsen willen,und dem man auch den seltsamen Nahmen unsrerlieben Frau Schülein gab. Wir sehen ihn mit sei-nen gelben Blüthen im May zuweilen auf Ackern;häufiger aber den schön goldgelb aber etwas später£> o 2