Kannenkraut.
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kirn Organe, so hat man das artige Schauspiel,daß sich die Staubfaden um den Samen herum-wickeln^; sobald sie wüdr trocken weiden, stre-cken sie sich wieder aus d. Bnngt man di-senSamen auf weißes Papier, wo er wie grünerStaub aussieht, und befeuchtet ihn durch Anhau-chen, so fangt er zu hüpfen an, und die Bewe-gung dauert auch nachher noch fort, so daß er be-lebt zu seyn scheint. Noch müssen wir auch denunfruchtbare» Wedel > 139) einige Augenblicke be-trachten. Er kommt später zum Vorschein, istgelenkig, gefurcht, eckig, und wird auf einen hal-ben Fuß hoch. Die ihn an den Gelenken umge-benden Scheiden sind kürzer, und haben auch kür-zere und spitzigere Zahne. Das fadenförmige, ge-lenkige, ungethcilte Laub umgibt q lirlförmig dieBasis der Scheiden, und hat an seinen Gelenkenwieder kleine vierzähnige Scheidchcn. So kunst-reich ist das Gewächs organisirt, das seine raube,feilenahnliche Oberhaut bloß zum Scheuern desGeschirres und zum Polieren des Holzes empfoh-len hat. Sein Genuß ist den Kühen und Schafensehr »achtheilig. Die Pferde fressen es ohne Scha-den, und in Schweden dient es den Renuthicren