Gerneine Mohre. 612
gefähx ßfrabc so gut, als btr Kornbranntewcin»jirtE? öle Kosten der Zuthat steigen bey Beyden aufdas Nähmliche; allein das Branntewein-Brennenaus Mohren hat den großen Borzug, daß manfür das Vieh vier Fünfkhcile nutzbarer Abgängemehr erhält, die man also in der Ökonomie zumgroßen Nutzen des Viehstandes verwenden kann.Welch ein unermeßlicher Vortheil für den Ackcr-bau! Welch cin Ersparniß der großen Menge vonGetreide, die das BrannkewcinBrcnnen ver-schlingt! überhaupt ist die gemeine Mohre fürSchafe, Schweine, Rindvieh eine sehr gute Mä-stung. Sie bekommen davon ein sehr wohl-schmeckendes und gesundes Fleisch. Nur wirddaö Rindfett etwas gelber als sonst. In Ansehungder Güte der Milch und Butter übertrifftdie Möhrenfütterung jede andere, die man demMelkvieh im Winter geben sann. Die Butterkommt, gehörig behandelt, der schönsten May-butter gleich, und die Kühe werden davon ringe-mein milchreich. Aber noch wichtiger und merk-würdiger ist die Erfahrung, daß die Möhren fürdie stärksten Arbeitspferde eine vortreffliche Nah-rung, ohne alles Korn und Heu seyen. Arthur