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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Runkelrübe.

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Lasten ficht, durch einen solchen neuen Zweig de-sto einträglicher zu machen. Rechnen wir vollends»och hinzu, wie dadurch die den National-Wohl-stand zerstörenden Geldausflüsse in fremde Ländervermindert, müssigc Hände int Jnnlande nützlichbeschäftigt werden, ohne daß bey zweckmäßigerEinrichtung dieGekreide-Productiondadurch leidenkönnte; so muß in der That, wer nur einigen Ge»mcinsinn hat, einer solchen Sache das Wort aufsnachdrücklichste zu reden sich gedrungen fühle».Wir haben es aber hier bloß mit dem Gewächseund seinem AnhaU, nicht mit der Bereitung desZuckers zu thun. Von ihr zu reden und instrucki-ve Vcrgleichungeu anzustellen, behalten wir unsvor, wenn wir zu dem indische» Zuckerrohrekommen.

Die Runkelrübe, deren Heimath das südlicheEuropa ist, wurde zuerst aus dem BurgnndischenNiederlanden 176z nachOberdeutschland gebracht,Und als eine srhr nützliche Futterpflanze empfohlen.Ihre Blüthen sitzen zu drey und vier beysammen,habe» große, unbewassnete, gewölbte Kelchblätt-chen und einen sieben bis acht Fuß hohen, dicken,breiten, streifigen Stengel mit großen, röthlichen