Band 
Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
Seite
682
JPEG-Download
 

68r Blattkohl.

Blätter des Federkohls (Br. ol. laciniata), undangenehm roth, weiß und grün durcheinander spie-len diese bey dem bunten Plümagcn Kohl(Br. ol. sei. variegata). Immer niedrig bleibt dikB a rd e w y k c rK 0 h l (Br. ol.ümbriata pumil»,niedriger brauner Kohl), und wird selten über ei-nen Fuß hoch. Seine weißgefleckken, krause»Blätter geben ein vortreffliches Gemüse. Erhol!unter Schnee in trocknem Sande aus. Bardcwykbey Lünncburg istsein Vaterland, wo er vonAlkersher auf dem Schütte nur die Stadt gebaut wird.Anderswo, selbst in der Nähe, artet er leichraus,und man muß, wenn man dieß verhükhen will,immer wieder frischen Samen von Bardewyk°o:n-mcn lassen. Man steckt ihn zwischen Zwiebeln uitDCarolten, und wenn diese ausgenommen werde»,bleibt der Kohl allein auf dem Felde stehen.Wen»er stark gcblatket wird, so nimmt er von Jahrzu Jahr an Höhe zu, was nicht seyn soll, daherman ihm nur die gelb werdenden und faulenden, dieunten herum stehen, nehmen muß. Gerade daSGegentheil von diesem niedrigen ist der hohePommersche Kohl (Br, sativa rubra, hoherschlichter Kohl), der schlichte, dicke, große Bläk«