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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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664 Blattkohl.

Haber davon sind, so rath man, zwischen dieseStaude», die Spieße,woran man Fleisch geräucherthat, oder auch das abgeschabte von, Käse zu legen,welcher Wohlgeruch diese Rascher verscheuchen soll.

In einigen Gegenden hört nian auch von einemGüstekohl sprechen. Dieß ist ein Winter-Braun-kohl, der erst im dritten Jahre blühet. Man säetihn um Michaelis, verpstanzt ihn aber noch vordem Winter in Reihen. Im folgenden Frühjahrekann man schon die Blätter für Menschen undBiehabnehmen, und dcü ganze» Sommer hindurchnützen. Der Hasen wegen muß ihn ein guter Zaunschützen. Einige halten ihn für den gemeine»Braunkohl und glauben, der Rahme Eüstekohlkomme bloß von g ü st, d. i. unfruchtbar, weil er

in die unfruchtbaren Brachfelder gebaut wird.Nur

die obern Spitzen werden von den Menschen ge-speiftt, das Übrige dient zur Mästung für dieSchweine, Gänse rc. Als ein vortreffliches Ge-müse wird der Sibirische Braunkohl gerühmt.Man silidet ihn mit rothen und mit grünen Blat-tern. Die Engländer halten ihn für die dauer-hafteste Sorte, und er soll desto bester seyn, je här-ter der Winter war, den er i'ibcr(Tanbea hat,