Spargel. 715
sinken. Den an der Lust wohlgetrocknetcu Samenfriet man in ein wohlumgegrabnes Beet von guter,fetter Erde, im Februar oder auch im Oktober. DasLetztere will man vorziehen, weilso der Samen dieWinterfcuchtigkeil genießt. Besser als Säen ist,in Löcher, die einen Schuh weit voneinander ent-fernt sind, drey Samenkörner in jedes zu streuen,und dann gute lockre Erde darübcrzu werfen. Abervon den im Frühjahre hervorkommenden Pflanzendarfimmer nur eine dieser drey stehen bleiben, wennder Spargel gut gerathen sott. Fleißiges Jätenversteht sich ohnehin. Im Oktober, wenn dasKraut verwelkt, streut man ein paar Zott hoch ver-faulten Mist auf die Pflanzen, um sie zu düngenund die zarten Keime vor Winterfrösten zu schützen.Das nächste Frühjahr sind die Pflanzen tüchtig zumVerpflanzen; denn wennauch von den jungen Za-fern, mit denen die Wurzeln bewachsen sind, einigeabgerissen werden, so hak das so viel nicht zu be-deuten, dahingegen an zweyjährigcn Pflanzen dasKnicken oder Abbrechen eines Stücks der Würze!tödklich werden kann, wenigstens das Wachsthumsehr aufhält, indeß die einjährigen freudig undschnell fortwachstu und jene bald überhohlen. Manmuß sie weit, wohl aufdrey Fuß von einander legen,sonst fließen die Wurzeln nach zehn bis zwanzigJahren in einander und benehmen sich gegenseitigdie Nahrung. Aufdiese Art gelegt, kann man nachdrey Jahren schon hübsche Spargeln siechen- DaS