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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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7*4 Weiderich.

lange, vierfächrige Samenkapseln und viele Sa-men milHaarkrvnen. An schattigen,«feuchte», stei-nigen Plätzen findet man den schmaliblättrigenWei-dcrich. Er hat acht niedcrgebogne Staubfäden, zer.streute, schmal lanzctfvrmige, gezähnte Blätter undungleiche Blumen. Schön roth blüht er im Angußund bildet eine ansehnljcheTraube. Esgiblabcrauch eine Spielart mit weißen Blume». Die außenbraungelbe, innen weiße Wurzel a treibt dicke Aus-läufer und breitet fich dadurch sehr aus. LiestPflanze bedarf, wenn man sie anbauen will, wenigPflege. In Kamtschatka und in Schweden ! mandieWurzelfprosscn sehrgern, und kocht die Pflanzeals Gemüse. Auch dem Rehnthiere ist sie eine sehrwerthe Speise. Die Haarkrvncn b c der Samenreinigt man sorgfältig pon diesem, kartclschcl undvermischt sie mit Baumwolle; sie lassen sich dannspinnen und weben. Mit Kasior.Haarcn geben siefeine Strümpfe und hübsche Bänder. Auch zu Pa-pier können sie gcbrauchtwcrden, eine Erfahrung,die man in unsern schreibseligen Tagen weiter be?nützen sollte.

So oft wir auch schon Spinat (Spinacia ole-Tacea,Epinard,Ta.b. LXVII.), dieses angenehmeund gemeine Gemüse, gegessen haben mögen: sowußten wir doch vielleicht noch nicht, daß es männ-liche und iveibliche Pflanzen gebe, daß die Ge-schlechter getrennt stehen,unddic männlichenDsst-khl», tvie die weiblichen, sich abgesondert auf M»