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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Körbel.

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Allein sie zu essen sind sie vielleicht zu weich. Dochkann durch den Zusatz von Zwiebel», wie auch durchEssig der zu großen Weichheit begegnet werden.Der Samen in Menge genommen erregt Erbrechen.

Mit einem bey uns sehr gemeinen und außer-ordenllich beliebten Küchcnkraut, mildem gemei-nen Körbe I(Scandix cerefolium,CeAyWig ?0»wollen wir diesen Abschnitt beschließen. Im süd-lichen Europa wachst der Körbel auf Ackern undFeldern wild; wird aber auch in Gärten gezogen,hat ein schnelles Wachsthum und blüht vom Mayfast den ganzen Sommer über. Er ist ein Som-mergewachs und hat einen aufrechten, glatten,ge-streiflen Stengel mit aufrechten Zweigen, doppeltauch dreyfach gefiederte Blatter, mit weiche», hell-grünen, zerschniktnen Blattlein. Die äußerstenBlumendolden, die am Ende stehen, sind gestieltund haben lauter unfruchtbare Blümchen; die un-gestieltenSeitendoldcn aber und die aus denThei-luiigswinkeln der Zweige kommenden bestehen auSlauter fruchtbaren Zwitterblumen. Die Blumensind weiß. Um ihre Form genau zu beobachten,muß man sie vergrößert (199) untersuchen. Siehinterlassen kleine pfriemenförmige Samen, vondenen wir einen reifen und einen zerschniktnen (200)vor uns sehen. Diese ganze Pflanze gibt frisch,besonders wenn man sie zerreibt, einen angeneh-men, ziemlich anisartigen Geruch von sich, und hatauch einen solchen Geschmack. Durch Trocknen

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