Talente.
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ganz natürlich die weitere Ausbildung seiner An-lagen, besonders da bey ihm ein Reichthum anKenntnissen weder den Zweck, noch den Reih undWerth hat, wie bey dem männlichen Geschlechte;aber sollte es nicht zu weit gegangen heißen, ausdem, was Folge der Erziehung, Sitten, Umstän-de ist, gleichsam ein Naturgesetz zum Nachtheiledes weiblichen Geschlechts zu machen. Und wennRousseau mit einem Federstriche dem Weibe Ge-nie abspricht, und doch aus Französischer Galan-terie die Cenie, ein Werk der Gräfinn Grasigny,ausnimmt; so möchte man wohl wissen, ob eineSappho, eine Angelica Kaufmann , eine Para-dis, eine Schlötzer, eine Tambroni, die jetzt denöffentlichen Lehrstuhl der Griechischen Sprache undLiteratur in Bologna innehat, eine Miß Woll-stonccraft, nachherige Mrs. Godwin, die wüthi-ge Vertheidigerinn derRechte des Weibes, oderdietrefflichen Jmprovisatricen Corilla und Bandet-tini, und hundert andre talenlreiche Frauenzim-mer ein so absprechendes Urtheil nicht hinlänglichwiderlegen, und ob nicht diese, selbst in den ernst-haftesten Wissenschaften, mit den Männern glei-chen Schritt ha-teu würden, wenn sie sich ihnenvon Jugend auf so ganz Hingaben, als diese, die