Talente.
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in ihnen die künftige Bestimmung ihres Lebenssehen. Daß die Frau darnach trachten sollte,wollen wir damit nicht sagen. Denn selten wirdsie einen großen Ruhm anders als auf Kosten derWeiblichkeit, die ihre Ehre ist, und ihrer Bestim-mung erringen. Aber hier ist auch nur von Fä-higkeiten und Anlage» die Rede. Ist doch kaumirgend etwas Großes, Erhabnes, kaum ein Be-weis von Seclenstärke, Kraft und Muth inder Geschichte der Männer zu finden, wozu nichtauch die Geschichte der Weiber Gegenstücke lie-ferte! That die Schwärmerinn Corday, indem sieihr unglückliches Vaterland von einem blutdür-stigen Ungeheuer befrepte, viel weniger, als Mu-cius Scävola versuchte? Wo hat je ein Mannsein Reich glücklicher erweitert, seine Residenzmuthvoller vertheidiget, und den schnellen Wech-sel des Schicksals standhafter ertragen, als Ze-nobia, die Schöpferinn des noch in seinen Trüm-mern prächtigen Palmyras? Kann eine ausdau-erndere Liebe, eine großmüthigere Aufopferunggedacht werben, als wenn Arria, besorgt ihr Gattemöchte zaudern, einemschimpstichc» Tode durch ei-nen freywilligen zuvorzukommen, sich den Dolchi» die Brust stößt, und ihn dem Galten Patus